alware GmbH - Ingenieurbüro für Bauphysik und Gebäudesimulation

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Energetische Gebäudesanierung: Raus aus der Sackgasse

Der erste alware-Workshop der Reihe „Beyond EnEV“, der am 23. Juni 2015 in Berlin stattfand, sollte neue Möglichkeiten aufzeigen, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit von Gebäuden in Einklang zu bringen. Zwölf Teilnehmer aus Forschung, Planung und Baupraxis brachten ihre Perspektiven und Fachkenntnisse in die angeregte Diskussion ein.

Der energieeffiziente Neubau wie auch die energetische Modernisierung des Gebäudebestands werden immer aufwändiger und teurer – anstatt zu steigen sinken daher die Sanierungsraten. Aus der Bau- und Wohnungswirtschaft wie auch von Seiten der Architekten, TGA-Planer und Anlagentechnikhersteller werden zunehmend kritische Stimmen laut, dass es so nicht weitergehen kann.

Die Workshop-Teilnehmer waren sich einig: Den schlechten energetischen Zustand vieler Bestandsgebäude in Deutschland zu beheben oder gar eine „Wärmewende“ zu erreichen wird nicht auf Basis der gegenwärtigen Regelwerke zu bewerkstelligen sein. Die statische Betrachtungsweise nach EnEV und einschlägigen Gebäudenormen führt in eine Sackgasse, neue, flexiblere Methoden sind gefragt. „Zwischen Normerfüllung und Realität klafft eine große Lücke“, brachte ein Workshop-Teilnehmer das Dilemma auf den Punkt.

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Eine viel versprechende Methode, wie es anders gehen kann, ist die dynamische Gebäudesimulation von alware: Sie bildet das energetische Verhalten eines Gebäudes realitätsnah ab und eröffnet so völlig neue Perspektiven für die Planung wirklich nachhaltiger Gebäude. Auf Basis einer Simulation könnten in vielen Fällen Dämmschichten reduziert sowie Heizungs- und Klimaanlagen geringer dimensioniert werden als von der Norm verlangt. Hohe Kosteneinsparungen wären möglich und die für ein Gelingen der Energiewende unverzichtbare Sanierung des Gebäudebestands könnte zügiger voranschreiten.

Obwohl als Verfahren langjährig bewährt und etabliert, hat es die dynamische Gebäudesimulation aufgrund ihrer Komplexität jedoch schwer, sich gegen Schema-F-Methoden wie die EnEV-Berechnung zu behaupten – nicht einmal als KfW-Fördernachweis ist sie bisher zugelassen. Die Teilnehmer der Berliner Runde waren sich daher einig, dass die Workshop-Reihe fortgesetzt werden soll: Beim nächsten alware-Workshop im September 2015 sollen charakteristische Sanierungsfälle diskutiert und übertragbare Lösungen so aufbereitet werden, dass sie in der Praxis direkt anwendbar und für Bauherren wie Ausführende gut handhabbar sind.


Gebäudesimulation für Neubau und Bestandsmodernisierung

Ganzheitliche Betrachtung als Grundlage einer innovativen Baukultur

Mit einer modernen Gebäudesimulation können alle spezifischen Einflüsse und deren Wechselwirkungen auf Gebäude und Räume individuell erfasst werden. Moderne Analysetools sind kein teurer Luxus, sondern eine Möglichkeit, jede Gebäudeart – vom Einfamilienhaus bis zum Büro- oder Hotelkomplex energetisch und wirtschaftlich zu optimieren.

„Mit der modernen Gebäudesimulation sind wir längst so weit, Häuser jedweder Art als Ganzes zu erfassen, darzustellen und zu bewerten“, sagt Andreas Lahme. Eine getrennte Betrachtung von Baukörper bzw. Bauphysik und Gebäudetechnik, wie sie heute in der Regel praktiziert werde, entspreche nicht mehr dem Stand der Technik, formuliert er bewusst pointiert. Der Physiker ist Chef des Braunschweiger Ingenieurbüros alware, das mit seinen Simulationstools seit Jahren erfolgreich nachhaltige Energiekonzepte für Büro- und Verwaltungsgebäude, aber auch Wohnhäuser entwickelt. Dabei gehe es, so Lahme, nicht nur um optimale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und Bewohner. Thermische, visuelle und akustische Behaglichkeit seien gewissermaßen nur das spür- und sichtbare Ergebnis einer guten Lösung. Dahinter stehe die Aufgabe, die reale Nutzung wirtschaftliche umzusetzen, also ein optimales Gebäude, ob Neubau oder Bestandsmodernisierung, nicht mit steigenden Kosten zu erkaufen, sondern genau das Gegenteil dessen zu erreichen.

Hier können Sie den gesamten Artikel aus dem "Modernisierungsmagazin" lesen...

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Presseinformation vom 9. November 2015

 

Bessere Gebäude, geringere Kosten

Workshop zur Gebäudedeoptimierung zeigt Alternative zum „Bauen nach Norm“ auf

Bei einem Workshop mit Planern und Bauexperten am 28. Oktober in Berlin stellte alware, Spezialist für Bauphysik und Gebäudesimulation, eine neue Prognosemethode vor, mit der sich das Raumklima und die energetische Effektivität von Gebäuden optimieren lassen.

Wie wäre es, wenn man schon vor dem ersten Spatenstich wüsste, wie sich ein behagliches Klima in jedem Raum des Gebäudes und zu jeder Tages- und Jahreszeit sicherstellen lässt? Und dies mit deutlich reduzierten Investitionen und Energiekosten?

Wer nach der Energie-Einsparverordnung (EnEV) und den einschlägigen Normen baut, verfehlt oftmals beide Ziele. „Normgerechtes Bauen allein garantiert noch kein funktionierendes und energetisch effektives Gebäude“, konstatiert der Physik- Ingenieur und alware-Geschäftsführer Andreas Lahme. Im Gegenteil: „Die Normerfüllung hat zur Folge, dass zu viele Sicherheitsreserven eingebaut werden. Die Folge sind unnötig hohe Bau- und Betriebskosten.“

So wenig wie möglich, so viel wie nötig


Bei alware geht man deshalb ganz anders vor: Mit Hilfe einer – weltweit einzigartigen – Prognosemethode werden für jede einzelne Stunde des Jahres sämtliche für das Raumklima relevanten Parameter berechnet und auf dieser Basis das Gebäudeverhalten ganzheitlich simuliert. Damit lassen sich z.B. auch dynamische Wärmespeichereffekte berücksichtigen, die bei den üblichen Mittelwertberechnungen nach Norm verloren gehen. Das Ergebnis: Heizungs- und Kälteanlagen können in der Regel deutlich kleiner ausgelegt werden, ohne dass es im Gebäude zu irgendeiner Zeit ungemütlich wird.

Das von alware entwickelte Verfahren ermöglicht es, beliebige Energiesysteme, von der Solarthermie über die Wärmepumpe bis zum Blockheizkraftwerk, interaktiv zu dimensionieren und miteinander zu verknüpfen, um die effektivste Heiz- und Kühllösung für das Gebäude in Abstimmung mit der Bauphysik zu finden. So ergeben sich neue Optionen, an die der TGA-Planer vorher möglicherweise gar nicht gedacht hat; andererseits lassen sich unliebsame Überraschungen vermeiden, weil die mit einer bestimmten Wahl verbundenen Auswirkungen und Kosten unmittelbar transparent werden.

„Wir bilden das Verhalten eines Gebäudes realitätsnah ab und eröffnen so völlig neue Perspektiven für die Planung wirklich nachhaltiger und wirtschaftlicher Gebäude“, beschreibt Andreas Lahme die Dienstleistung von alware. In seiner Workshop-Reihe mit dem programmatischen Titel „Beyond EnEV“ will das Unternehmen Architekten, TGA-Planer und Baupraktiker sowie Bauherren, Investoren und Nutzer für die neue, ganzheitliche Planungsstrategie gewinnen. Die ersten beiden Workshops der Reihe fanden in den Räumen des Berliner Architektur- und Ingenieurbüros eZeit Ingenieure statt, weitere Workshops sollen im nächsten Jahr bundesweit angeboten werden.

Über alware


Der Spezialist für Bauphysik und Gebäudesimulation unterstützt Bauherren, Generalunternehmer, Architekten und Fachplaner bei der Optimierung von Entwurfsplanungen und der Modernisierung von Bestandsgebäuden. Das in Braunschweig beheimatete Ingenieurbüro wurde im Jahr 2001 von Physik-Ingenieur Andreas Lahme gegründet und hat seither über 200 Projekte erfolgreich realisiert.

Presseinformation als Download


Veranstaltung: alware Workshops

Simulation als ganzheitliches Planungswerkzeug

Unter dem Oberthema „Nachhaltige und effiziente Energiekonzepte“ veranstaltet alware in unregelmäßigen Abständen und bei Bedarf Workshops zum Thema Gebäudesimulation und TGA-Anlagensimulation. Neben der Darstellung von Planungszielen und Potentialen der Simulation werden bauphysikalische Grundlagen vermittelt sowie Vorgehensweisen und Analysemethoden vorgestellt. Im interaktiven Teil findet ein kommunikativer Austausch statt, um Fragen und Wünsche der Teilnehmer in ihren aktuellen Projekten zu erörtern.

Falls in Ihrem Unternehmen Interesse an einem solchen Workshop besteht, kontaktieren Sie uns. Bei Bedarf können auch Workshops in Ihrem Hause organisiert werden. 


Projekt: VW-Fabrikhalle in Emden

Simulation + Beratung: Klima, TGA-Anlagen, Licht 

Im Rahmen einer Pilotstudie hat alware am Beispiel einer Fahrzeugbauhalle im Volkswagen-Werk in Emden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Dabei ging es darum, den Planstand zu analysieren und mögliche Verbesserungen der Energieeffizienz für zukünftige Neubauten aufzuzeigen.    

Mehr Information: alware.de > Referenzen > Industriebauten


Projekt: Fabrikgebäude Megaplast in Villingen-Schwenningen

Simulation + Beratung: Klima, TGA-Anlagen

Für den Neubau einer Fabrikhalle der Firma Megaplast in Villingen-Schwenningen hat alware Simulationen und Messungen durchgeführt. Die Aufgabe bestand für alware darin, den thermischen Komfort sicherzustellen und eine wirtschaftliche, effiziente Dimensionierung der TGA-Anlagen zu empfehlen.     

Mehr Information: alware.de > Referenzen > Industriebauten


Projekt: Campus Leverkusen in Köln

Simulation + Beratung: Klima, TGA-Anlagen, Licht 

alware hat Untersuchungen für den Neubau des Campus Leverkusen durchgeführt. Dabei wurden Maßnahmen zur Sicherstellung und Optimierung des visuellen und thermischen Komforts und zur energieeffizienten Auslegung der Anlagentechnik ermittelt.

Mehr Information: alware.de > Referenzen > Öffentliche Bauten


Projekt: Landesmusikakademie in Wolfenbüttel

Simulation + Beratung: Klima, TGA-Anlagen, Licht 

Für den Neubau der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel hat alware bereits im Jahr 2007 thermische Gebäudesimulationen und Lichtsimulationen durchgeführt. Nun endlich ist das Projekt in der Referenzliste aufgeführt. Die Untersuchung hat Einsparungen bei Investitions- und Betriebskosten aufgezeigt.

Mehr Information: alware.de > Referenzen > Öffentliche Bauten


Leistungsspektrum erweitert

Neuerungen und Weiterentwicklungen im Leistungsangebot 

Das Leistungsspektrum von alware wird beständig weiterentwickelt und den Erfordernissen laufender Projektarbeit angepasst.

Zum Beispiel bietet alware seit einiger Zeit Behaglichkeitsbewertung nach DIN EN ISO 7730 (Thermischer Komfort) an.

Außerdem hat alware die Entwicklung von Energieversorgungskonzepten (Ausschöpfen vorhandener Potentiale, Ausnutzen von Synergieeffekten für effiziente und sparsame Energiekonzepte) weiter verfeinert. In diesem Zusammenhang hat alware auch die Simulation von TGA-Anlagentechnik weiterentwickelt (Betriebsverhalten, stündliche Bilanzierung von Bedarf und Deckung durch TGA-Komponenten) zur Entwicklung von energieeffizienten Anlagenkonzepten und energiesparenden Regelungsstrategien.

Mehr Information: alware.de > Leistungen


alware im VDI

Mitgliedschaft der Geschäftsführung

Zusätzlich zu seiner Mitgliedschaft in der DGNB, in FiTLicht, in IBPSA-Germany und im Fachausschuss zur VDI-Richtlinie 6011 ist alware-Geschäftsführer Andreas Lahme seit Herbst letzten Jahres nun auch Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI).